Archiv für Mai 2005

Hot and Sunny

Montag, 30. Mai 2005

"Hot and sunny. Hot and sunny. Everyday hot and sunny. You like that weather? What are you, a ****ing lizard?"

Bill Hicks sprach die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Nach einem apatisch heißen Wochenende bringe ich mein Weblog heute ins nächste Level. (Oho!)

Aufmerksame BesucherInnen werden es schon bemerkt haben, oben rechts in der Rubrik "Seiten" sind zwei neue Einträge erschienen. Einer dient als Einführung in diese Seiten und erklärt gleichzeitig auch die Funktion der "Seiten". Der andere ist eben der erste konkrete Ansatz dieser Funktion. Eine der beiden Seiten könnt (und sollt) ihr kommentierten die andere nicht. Aber das krieg ihr schon raus.

Außerdem gibt es ein neues Album der "Woche". Die 4 Damen vom Luscious Jackson Grill haben mich heute nicht nur ins Büro begleitet. Noch dazu ging mir während der Mittagstisch Konversation ständig ein Song vom Album durch den Kopf. Flogender Anlass: UN PraktikantInnen haben einen Knall. Und zwar richtig. Es reicht scheinbar nicht für umsonst zu arbeiten und räuberische Preise für minimalistische Zimmer zu bezahlen, um richtig pleite zu sein, kann PraktikantIn ja auch noch ins Casino gehen. Da hin kriegen mich keine 10 Pferde. Es sei denn, die Mädels kommen mit:

"I’m a certified casino bride…"

(Sexy Hypnotist - Luscious Jackson – electric honey)

Update: Na gut. Das Kommentieren der Wahl-Allerlei Seite funktioniert (noch) nicht. Der Admin ist im Urlaub und ich hab keine Ahnung wie ich das hinkriege. Kommt Zeit, kommt Rat.

Gerd putzt ab September wieder Lampen

Dienstag, 24. Mai 2005

Menschenskind, da bin ich mal 3 Wochen nicht im Land und schon zerfällt die deutsche Sozialdemokratie zu Staub. Tränen werde ich für sie nicht vergießen; warum auch? Außerdem ist doch klar, die nächste SPD Regierung kommt bestimmt. Früher oder später – vielleicht nicht so sicher wie die Revolution, aber doch immerhin so sicher wie das Amen in der Kirche.

Wie zu erwarten läuft das politische System auf Hochtouren. Mit politikwissenschaftlichen Interesse und unakademischer Ungläubigkeit verfolge ich die große Show im Internet. Mein Lieblingscharakter in dieser Staffel ist der Underdog – Oskar L. Nach 39 Jahren Parteiaustritt (endlich!); und jetzt schon wieder große Töne von sich geben. PDS und WASG buhlen eifrig um den letzten linke Tyrannosaurus Rex, während sie sich gegenseitig versichern bei der Wahl im September auf jeden Fall zusammen und jeder für sich unter zu gehen.

Auch Gregor G. hofft auf ein Comeback. Mindestens so groß und überraschend wie John Travolta in Pulp Fiction. Die PDS bittet ihn ein Direktmandat in Pankow zu holen. Doch Gregor, die coole Sau, meint wenn er denn antritt, dann soll es sich auch lohnen. Ergo, lieber in Treptow gegen Wolle battlen.

Frei zitiert nach Winston Churchill möchte ich daher mit den Worten schließen:

"Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – aber gute Unterhaltung bietet sie allemal."

[Schade nur, dass ich immer noch auf meine Briefwahlunterlagen für die NRW-Landtagswahl warte.]

Zur NRW Landtagswahl

Sonntag, 22. Mai 2005

Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet


War einmal ein Revoluzzer, im Zivilstand Lampenputzer; ging im Revoluzzerschritt mit den Revoluzzern mit.

Und er schrie: »Ich revolüzze!« Und die Revoluzzermütze schob er auf das linke Ohr, kam sich höchst gefährlich vor.

Doch die Revoluzzer schritten mitten in der Straßen Mitten, wo er sonst unverdutzt alle Gaslaternen putzt.

Sie vom Boden zu entfernen, rupft man die Gaslaternen aus dem Straßenpflaster raus, zwecks des Barrikadenbaus.

Aber unser Revoluzzer schrie: »Ich bin der Lampenputzer dieses guten Leuchtelichts. Bitte, bitte, tute ihm nichts!

Wenn wir ihn’ das Licht ausdrehen, kann kein Bürger nichts mehr sehen, laßt die Lampen stehn, ich bitt! Denn sonst spiel’ ich nicht mehr mit!« Doch die Revoluzzer lachten, und die Gaslaternen krachten, und der Lampenputzer schlich fort und weinte bitterlich.

Dann ist er zuhaus geblieben und hat dort ein Buch geschrieben: nämlich, wie man revoluzzt und dabei doch Lampen putzt.

 

Erich Mühsam

Pimp the Diplomat!

Mittwoch, 18. Mai 2005

Karte.jpgRechts seht ihr eine Karte vom Place des Nations in Genf nach eigener Darstellung. Oben ist ITC, rechts die Zentrale vom Roten Kreuz, unten das UN Gelände und links WMO.

Wirklich spannend sind allerdings die beiden Autos im Kreisverkehr an der Abzweigung nach Pregny.

  •  Auto I: Rolly Royce (schwarz); ältere Dame am Steuer.
  • Auto II: Jaguar (blau), älterer Herr am Steuer.

Auto I hat verpasst sich rechtzeitig rechts einzuordnen, will aber umbedingt nach Pregny abbiegen. Vor den beiden stauen sich die Autos. [Hatte keine Lust die alle zu malen.] Als es weiter geht, fahren beide zügig an. Da I nach rechts und II tendenziell nach links fährt, gibt es sofort eine Vollbremsung von beiden. Böse Blicke werden ausgetauscht und der Beobacher [das bin ich], fragt sich, wie die Situation wohl aus geht.

In diesem Fall eindeutiger Sieg nach Punkten für die Dame im RR. Diese schüttelt nur den Kopf, schlägt das Steuer nach rechts ein, gibt Vollgas und zieht schräg am Jaguar vorbei. Dass sie die rechte Seite ihres Wagens dabei völlig runiniert ist ihr mehr als egal. Ein Wunder eigentlich, dass der Jaguar seine Stossstange behalten hat.

Da staunt der Autofahrer und der Fussgänger wundert sich.

Trend zur Politisierung der NoHype Community ungebrochen

Samstag, 14. Mai 2005

Nach Marny, hat nun auch Kai ein streitbares Thema in seinem Blog angeschnitten. Da ich es spannend finde, halte ich mich hier heute zurück und verweise auf den Fluchtplan.

 "Die Zeit, wo man von der Wirtschaft mit dem nötigen geistigen Futter versorgt wurde, ist ein für alle Mal vorbei (wenn es sie denn jemals gab). Mittlerweile sind wir in einer Phase angekommen, in der nicht mehr der mündige Verbraucher, sondern der unmündige Konsument erwünscht ist."

Da ist doch für alle was dabei. Insbesondere sollten sich die angehenden Plattenfachverkäufer angesprochen fühlen.

Bei mir gibt’s zwei neue Links: Postal Service beim Album und die Storewars (hoch aktuell).