[Dieser Beitrag schließt irgendwie an eine Diskussion aus Marny's Blog an.]
Morgens zum Kaffee lese ich immer gerne was. Heute gab’s außer dem Fokus (FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN und immer an die Leser denken!) leider nichts. Erster Artikel, an dem ich hängen geblieben bin, war ein Interview mit Herwig Birg, Leiter des Institus für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik an der Uni Bielefeld und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie.
Zunächst kommt Birg noch recht kritisch daher und spricht von einer ‘Art des Kolonialismus’. Soll heißen:
"Deutschland wirbt um gut ausgebildete Menschen und ignoriert die Probleme, die durch deren Abwanderung in den Herkunftsländern entstehen würden. Es versucht, seine Probleme auf Kosten anderer Länder zu lösen. Das nenne ich knallharte Ausbeutung an Humanvermögen."
So weit, so gut. Beim nächsten Abschnitt allerdings habe ich fast meinen Kaffee verschüttet. Birg antwortet folgendes auf die Frage, welche Auswirkungen Immigration in Deutschland haben wird:
"Deutschland wird verarmen. 90 Prozent der Migranten sind schlecht ausgebildet, verdienen unterdurchschnittlich. (Passt irgendwie nicht so recht zur These aus der ersten Antwort.) Somit verringert sich rechnerisch das Pro-Kopf-Einkommen. Zugleich werden die Zuwanderer bereits in wenigen Jahren die Mehrheit der unter 40-Jährigen in deutschen Großstädten stellen. Durch Geburtenüberschuss und Migration wächst diese Population rasch. Bei uns breitet sich eine Dritte Welt aus mit fatalen Folgen für Wirtschaft und öffentliche Finanzen."
Die Lösung des Problems sieht Birg dann auch in einer Familienpolitik, welche zu einer steigenden Geburtenraten (von Deutschen) führt. Das Gespräch endet mit einem Satz, den ich wohl nicht so schnell vergessen werde:
"Der Wunsch nach Kindern sollte wieder selbstverständlich werden."
Auch wenn es mich in den Fingern juckt, lasse ich diese Aussagen zunächst unkommentiert stehen. Mal sehen, ob und/oder was ihr so dazu meint. Nur noch soviel, Birg sagt von Zeit zu Zeit auch so was:
"Aber wir haben zwei furchtbare Weltkriege hinter uns, deren Problematik uns immer noch beschäftigt. Der ungesteuerte Zuwandererstrom nach Deutschland, verbunden mit einem politischen Treibenlassen der demographischen Probleme, gefährdet Deutschland im 21. Jahrhundert auf eine ähnlich existenzbedrohende Weise wie die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert."
[Jetzt hat's mir schon wieder das Layout zerschossen. Kursiv oder nicht liegt nicht mehr in meiner Hand.]