Archiv für Februar 2006

Sonntag, 26. Februar 2006

let’s not settle for satisfaction

we are women and men of action

let’s stop clapping let’s start doing

a dream for the teens and in-betweens

and twenty somethings yet unseen.

Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm…

Samstag, 18. Februar 2006

… die Nazis machen’s andersrum. Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu. Erfreulich ist wohl, dass die Nase gerade mal 100 Meter weit gekommen sind.

Weniger erfreulich sind all die Schikanen, welche Mensch, der die Demo verhindern wollte, dafür in kaufen nehmen musste. Um halb sieben aufstehen war nur der Anfang. Von 9 bis 11 dann in der Stadt herum geirrt und einfach nur versucht wieder nach Hause zu kommen. Merke, vor der nächsten Demo im Viertel endlich in Münster melden, damit es im Perso steht. Zum Glück geht es auch anders, zum Beispiel über den Bahndamm. Das war dann an für sich auch schon das spannenste Ereignis für mich an diesem Tag. Danach noch spontanes Plenum bei uns der WG mit circa 40 FrühstückerInnen. Der Rest des Tages beschränkte sich auf im Regen stehen und im Regen rumlaufen. Irgendwann kamen circa 2 Hundertschaften auf uns zugebraust. Da geht einem erstmal die Düse. Allerdings wollten die wohl ganz wo anders hin. Nur Gott weiß wo.

Was mich letzten Endes dann auch noch wurmt ist die Aufbereitung in den Medien. Siehe dazu den Westline Artikel. Nicht nur dort, kommt es so rüber als hätte sich Münster (inkl. Ratsfraktionen) quer gestellt und somit den Aufmarsch verhindert. Der OB und das "bürgerliche Spektrum" klopfen sich zufrieden auf die Schulter. In Wirklichkeit hatten aber gerade diese es vorgezogen, das Hansaviertel nicht zu betreten und den Nazis somit ihre "national befreite Zone" zugestanden. Dass der Nazi-Umzug nicht stattfinden konnte war das Ergebnis des Protests von allen, die es Banane fanden in der Innenstadt für Menschlichkeit zu demostrieren während die Glatzen unbehelligt durch den Südwesten ziehen. Dies läßt sich auch aus den Infos von der Münsteraner Polizei lesen. Zum Schluss noch der notorische Link zum Indymedia Artikel.

Aus dem Briefkasten

Dienstag, 14. Februar 2006

Das Polizeipräsidium Münster informiert anlässlich des öffentlichen Aufzugs von Rechtsextremen am 18.2.2006 in Münster:

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster!

Die für den 18.2.2006 im Hansaviertel angemeldete Versammlung ist sowohl für die Bürgerinnen und Bürger, als auch für die Münsteraner Polizei eine Herausforderung.

Wir haben viel Verständnis dafür, dass Münsteranerinnen und Münsteraner eine Versammlung von Rechtsextremisten in ihrer Stadt nicht wollen.

Versammlungen werden durch unser Grundgesetz besonders geschützt und sind elemetarer Bestandteil einer Demokratie.

Aufgabe der Polizei ist es, dieses Grundrecht und die Grundrechtsausübung zu schützen.

Das heißt nicht, dass wir uns mit den politischen Inhalten extremer Gruppierungen identifizieren.

Der geplante Aufzug soll in der Nähe ihrer Wohnung vorbeiführen.

Für Ihre Fragen und Sorgen haben wir ein Bürgertelefon eingerichtet.

Ihre Polizei Münster

… da ruf ich morgen doch gleich mal an und klage meine Sorgen. Es darf gelacht werden.

We’ll always have Paris

Samstag, 11. Februar 2006

Prefacing: Much to the editor’s regret the following posting will, again, be written in German. Anyway, the author is rather confident that – apart from the usual blackouts – the memory of certain Parisians will be as vivid as his own. If there should be any demand for comprehensive translation, it will be provided in the comments section.

dizzy b&w.jpgEin Wochenende in Paris läßt nicht nur ein riesen Loch in meinem Geldbeutel, Jetlag – bzw. Partylag – ist im Preis inbegriffen. Mein letzter Besuch liegt bereits über 2 Jahre zurück, damals hab ich fleißig beim ESF die Fahne geschwungen. War auch nett, allerdings von der Unterbringung nicht so komfortable. Zum Glück konnte ich damals eine Nacht bei Familie Vanackère verbringen. Leider war das ein bißchen weit ab vom Geschehen. Die anderen Nächte hab ich in Turnhallen in St. Denis – da wo vor kurzem Bambule war – verbracht. Dieses Mal hatte ich mehr Glück als Verstand und konnte mitten in Montmatre übernachten. Und wo geht Mensch hin, wenn man schon in der Nähe ist? Natürlich Pigalle/Boulevard de Clichy. Damit die Drinks nicht unverdünnt aufgenommen werden, gab’s als Aperitif Fondue im kleinsten, lautesten und lebhaftesten Restaurant, das ich jemals gesehen habe. Außerdem hat Mr. Spock gekellnert und den Wein gab’s in Babyflaschen. Danach werden meine Erinnerungen ein wenig verschwommen.

proof.jpgSamstag dann Erholungssspaziergang über die Ile de la Cité und schnell ein Foto von Notre Dame gemacht, um zu beweisen, dass ich auch wirklich da war. Abends zu einer Party voll von Übersetzern. Alles internationale Leute, wurde prompt auf meine Herkunft angesprochen. Hauptsächlich ging es dann darum, das deutsche Mädchen ja super aussehen nur leider viel zu groß sind. Macht nichts, dafür haben wir ja das Okotoberfest. Dumme Sachen, wenn man lange Französisch gelernt hat, aber das gesamte Vokabular, das für Gesellschaftskritik notwendig ist, vergessen wurde.

funky.jpgAm nächsten Nachmittag nochmal Spaziergang um Sacre Couer. Abends treffen mit Dominique (former flat mate of the summer in Geneva), bevor er nächste Woche für ein Jahr nach Kigali/Ruanda verschwindet. Der Gute arbeitet für die NGO "Right to Play". Angeblich gibt es bald ein französisch-sprachiges Blog, in dem seine Abenteur nachzulesen sein werden. Es stellt sich heraus, dass Paris Sonntags Nachts doch eher provinziell ist und die letzte Metro um halb eins fährt. Einmal geblinzelt, war der Abend schon vorbei und ich hab doch glatt vergessen, ein Foto von Dominique zu machen. Stattdessen gibt’s nochmal ein tolles Bild mit meiner Sonnenbrille als Star.

Dickes “P” oben an der Seine…

Sonntag, 5. Februar 2006

Uff. Die Hauptstadt verlangt mir alles ab. Bis ich wieder zurück bin, Quizfrage: Wer sagt mit kräftig Schmalz in der Stimme: We’ll always have Paris? Zu gewinnen ein (mehr oder weniger) frisches Croissant direkt aus Paris…