“Die Luft schmeckt mir seit dem Beginn der WM in Deutschland besser, viel besser. Das ist das kosmopolitische Deutschland, das sich Goethe und Alexander von Humboldt sehnlichst gewünscht haben.”
Matttias Matussek würde das vermutlich wie folgt begründen: " Die Deutschen sind das sensibilisierteste Volk". Soviel hat er im Prozess seiner Deutschwerdung vermeintlich begriffen.
Leider sehen die Deutschen Zustände abseits des nationalen WM-Taummels anders aus. 60 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass zuviele Ausländer in der BRD leben. 37 Prozent der Sensibilisierten finden es "ekelhaft, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen". 44 Prozent sind sensibel genug, um zu erkennen, dass "es ihnen aufgrund der Politik Israels verständlich sei, warum Juden gehasst werden". Weiterhin hat sich die Zahl der rechtsextremistischen Gewalttaten 2005 auf 15 360 erhöht, 776 davon sind Gewaldelikte. Das bedeutet jeweils einen Anstieg von einem Viertel.
Nebenbei sei bemerkt, dass beispielsweise der Mordversuch an einem "Scheißnigger" in Potsdam nicht in den amtlichen Zahlen auftaucht, da das Opfer Alkohol im Blut hatte.
Es darf geraten werden, welcher Mannschaft ich beim Spiel Nummer 57 die Daumen drücke…
