Archiv für Januar 2007

das lustige münster bilderrätsel #1

Dienstag, 30. Januar 2007
aus der lebenswertesten stadt der welt wurde ich gestern zu folgendem quiz eingeladen:

Spielregeln: Johann muss erraten, wo in Münster das angehängte Photo gemacht wurde, er darf dafür Hilfe in Anspruch nehmen, indem er das entsprechende Photo auf sein Blog stellt oder in anderer Weise Leute fragt. Errät er den Standort der Realität, von dem das Photo gemacht wurde, bekommt er das nächste Photo. Hat er am Ende des Jahres, also am 28. Januar 2008 tatsächlich 52 Bilder erraten, erhält er einen großen Preis, der alle seine Erwartungen übertreffen wird!
das erste bild ist dann auch direkt so schwer, dass ich um eine hilfestellung bitten möchte. es riecht für mich ein wenig nach haverkamp. allerdings habe ich keine wirklich vorstellung davon, wo dass grafitti dort sein könnte. vorschläge?


SO!

god bless!

Freitag, 26. Januar 2007
kaum eine woche hier und schon durfte ich das erste politische großereignis live im tv miterleben. am dienstag war es wieder mal soweit: state of the union address by the president.

einmal pro jahr muss der commander-in-chief dem kongress bericht erstatten, was im vergangenen jahr so alles passiert ist. zudem gibt’s noch einige ansagen für bevorstehendes; politikwissenschaftler würden sagen agenda setting.

laut meinen mitbewohnerInnen war die rede von bush dieses jahr recht ungewöhnlich. nicht zuletzt lag das auch daran, dass er direkt zu beginn in sachen gender-mainstreaming punkten konnte:

and tonight I have a high privilege and distinct honor of my own as the first president to begin the state of the union message with these words: “madame speaker”.

mit nancy pelosi durfte zum ersten mal in der geschichte überhaupt eine frau hinter dem präsidenten auf dem podium sitzen. neben ihr ein mies gelaunter dicky cheney. einige kommentatoren merkten dazu an, dass pelosi sich vor der rede extra nochmal in ihren schicken hellgrünen anzoge geworfen habe, um gegenüber dem vizepräsidenten glänzen zu können. (soviel in sachen: wie machen frauen/männer politik.)

was hat der boss denn nun gesagt? viel bla bla, wie zu erwarten, auch einige klare ansagen, jedoch nichts besonders neues. interessant fand ich eine (unkommentierte) statisktik in der new york times. diese hat gezählt, wie oft bestimmte ausdrücke in dieser und den vorangegangenen reden (2001 bis 2007) auftauchten. folgendes ergebnis:

iraq:               0    2   22   24   27   16   34
oil:                 0    1     0    0      0     3     9

die zahlen deuten schon ein wenig darauf hin, zwar wird die internationale militärische präsenz der staaten nicht ausdrücklich mit dem bedarf an öl begründet. immer sagt der boss aber so sachen wie:

for too long our nation has been dependent on foreign oil. and this dependence leaves us more vulnerable to hostile regimes, and to terrorists — who could cause huge disruptions of oil shipments, and raise the price of oil, and do great harm to our economy.

wer’s genau wissen will, hier gibt es die vollständige version der rede. ansonsten wenig higlights bis auf einen satz, der mich doch ernsthaft an meinem wortschatz hat zweifeln lassen:

we need to uphold the great tradition of the melting pot that welcomes and assimilates new arrivals.

ich denke bei assimilation dann doch an was anderes als den melting pot. gut selbst der wikipedia artikel verwendet den begriff. trotzdem fühle ich mich vielmehr an die borg erinnert. (oh je, sind das schon die ersten anzeichen von vor-ort-anti-amerikanismus?)

brooklyn in the house

Donnerstag, 25. Januar 2007
seit montag bewohne ich meine neue bliebe für die nächsten monate: the donald f. and mildred topp othmer residence hall von der polytechnic university. sicher gibt’s da links, bin jetzt aber viel zu faul, um die zu suchen. meine neue adresse sende ich raus, sobald ich meine mailbox nummer habe. auf jeden fall in brooklyn.

folgende anekdote zu meinem umzug. tasche, rucksack und reisetasche plus johann stehen an der wall street und wollen in richtung brooklyn heights. rein ins erstes taxi. nach einer minute wieder raus, der fahrer kennt die straße nicht. das wiederholt sich fünfmal, bis ich endlich meinen straßenplan finde und dem nächsten taxifahrer den weg beschreiben kann.

nun gut, die stadt ist wirklich alles andere als klein. zudem musste ich auf die andere seite des east river. trotzdem ist das ganze nicht mehr als 2 oder 3 kilometer luftlinie voneinander entfernt. wer gerne mit google maps rumspielt, kann den kürzesten weg von water street / wall street zu jay street / johnson street suchen.

… in münster ist mir sowas nie passiert. da bin ich allerdings auch nur einmal taxi gefahren: vom gleis 22 in die dorotheenstraße.

capitalism under (re)construction

Dienstag, 23. Januar 2007

"capitalism’s uniqueness in history lies in its continuoulsly self-generated change but it is this very dynamism that is the system’s chief enemy."

robert heilbroner

flickr – jkj@nyc

Montag, 22. Januar 2007

langsam aber sicher kommt mein flickr account in schwung. selbstverständlich liegt mir nichts ferner als simon konkurrenz zu machen in sachen ny huldigungen. nichtsdestotrotz gibt’s absofort auch photographische berichterstattung aus der neuen heimat.

meine erste bescheidene session ist das ergebnis eines spaziergangs durch den financial district im südlichen zipfel von manhatten. dazu gehört (natürlich) die wall street, die new yorker börse und (klein aber oho) das museum des new york police departments. dieses werde ich sicher in nächster zeit nochmal ausgiebiger besuchen. nicht weil ich plötzlich polizei-o-phil geworden bin, sondern weil die autos vor dem museum einfach super schick aussehen.

ansonsten steht morgen mein umzug nach brooklyn auf der tagesordnung.  außerdem noch ein academic writing exam an der uni sowie ein treffen mit dem student advisor vom economics department. bevor ich’s vergesse gestern haben die knicks gegen die indiana pacers gewonnen – schon wieder furchtbar knapp 108 zu 106. wer braucht da noch die bundesliga?