wieder auf der straße angelangt, ließ mich mein schloss ganz übel im stich. fröhlich dreht sich der schlüssel im schloss, jedoch ohne jeden effekt. da standen wir nun, mein rad und ich, an der ecke flatbush avenue/fulton street. nicht, die beste gegend, um ein fahrrad, angekettet an einem laternenpofsten, zurück zu lassen.
mir blieb nichts übrig, als das schloss aufzubrechen. die frage war nur wie. am besten ein paar experten fragen hab ich mir gedacht und direkt auch zwei streifenpolizisten gefunden, die sehr hilfsbereit waren. zumindest bis zu einem gewissen grad. da mein rad auf der anderen straßenseite angeschlossen war, diese jedoch nicht mehr zu ihrem bezirk gehörte, sahen sie sich außer stande, die situation prompt und professionell zu lösen. immerhin meinte sie, ich sollte mal 911 und/oder das
fire department anrufen, die würden mir sicher helfen.
nun ja, bei nypd wurde ich angeschissen, sie hätten schließlich wichtigeres zu tun. auf der feuerwehrwache sagten mir 5 pizza essende feuerwehrmänner, sie wäre gerade furchtbar beschäftigt, aber ich könnte in drei stunden nochmal vorbei kommen. zeit also, die sache selbst in die hand zu nehmen.
nach einer weiteren halben stunden fand ich eine werkstatt und fragte, ob ich mir werkzeug borgen könnte. der mechaniker war wirklich ein netter, konnte mir aber auch nicht helfen, da gerade in der nacht davor bei ihm eingebrochen worden war. einzige beute: die große zange. spätestens von da an war mir klar, dass ich mein rad auf keinen fall über nacht in der gegend lassen wollte.
rein in den nächsten werkzeugladen und für $5 eine schöne kleine säge gekauft. nach meiner anfänglichen skepsis stellte sich schnell heraus, dass diese perfekt geeignet war, um das schloss aufzusäbeln. (unten an ein doku schuss – von wegen TÜF geprüfte sicherheit, pah!)
dieser akt war dann endlich der spaßige teil der ganzen angelegenheit. am hellichten tag mitten auf der straßen ein schloss knacken und dabei noch von den passanten angefeuert zu werden hat schon was. die konstanten aufforderungen an die menschen nach dem motto "if you see something, don’t keep it to yourself!" scheinen, zumindest wenn es um fahrräder geht, nicht sonderlich viel wirkung zu zeigen.
durch die ganze rumlauferei kenne ich mich nun super in der gegend aus. wie leicht schlösser zu knacken sind, hab ich auch gelernt. das nötige equipment hab ich zur hand. ergo, fahrraddiebstahl lohnt sich wieder.
Fun rating:
Highly subversive.