Archiv für Dezember 2007

movie review

Donnerstag, 20. Dezember 2007
The Golden Compass. Um den Vatikan zu zitieren: GOTTLOS!!! Ach ja, außerdem spielt Sam “The Moustache” Elliott mit. Und als was wohl? Natürlich als ein Cowboy.

finals week – goods times

Dienstag, 18. Dezember 2007
Ich dreh am Rad. Gleich neun Uhr. Ich bin seit dem frühen Morgen in der Uni. Bis jetzt im Magen: 2 Äpfel, ein Schokoriegel, ein doppelter Vodka. Im Vergleich zum Inhalt meines Kopfes ist das noch schmeichelhaft. Anfeuerungsrufe sind erwünscht.

my first time

Donnerstag, 6. Dezember 2007
my first time – a collection of first punk show stories habe ich mir heute zugelegt. Nachdem ich ein paar Geschichten gelesen hatte, hab ich versucht mich an mein erstes Mal zu erinnern. Ich muss gestehen, mir ist nicht mehr ganz klar, wann denn nun wirklich das alles angefangen hat. Daher erzähle ich im Folgenden die Geschichte der Show, die mir die Tür zum Punk geöffnet hat.
Herbst 1995, Bochum im Zwischenfall. Angekündigt für den Abend: Temperance, Undertow und Ignite. Im Nachhinein hab ich keine Ahnung, wie ich überhaupt von dem Konzert erfahren habe. Mehr als dass “Ignite super krass” sind, war mir nicht bekannt. Outfit meiner Wahl für den Abend: Rote hohe Doc Martin’s, Jeans mit Löchern, Soundgarden T-Shirt. Wie konnte ich schon ahnen, dass ich damit mehr (unangenehm) auffallen würde, als mit einem einfachen Shirt und einer heilen Hose?
Nach einer kurzen S-Bahn Fahrt (Essen Hbf – Bochum Langendreher) fand ich mich im Zwischenfall wieder.  Viel zu früh und trotzdem war der Laden schon voll bis oben hin. Klar wenn gleich 3 angesagte Bands von der anderen Seite des Teichs spielen. Die ganze “Ruhrpott-Hardcore” Szene war aufgelaufen. Ich war ebenso eingeschüchtert wie begeistert von den zahllosen Tattoos, Shirts, Piercings und ganz besonders natürlich vom Szene-Talk.
Nicht wenige liefen mit dicken schwarzen Xen auf den Handrücken herum. Da hatte ich meine Hausaufgaben gemacht: Die waren Straight Edge. Leider gab’s damals noch kein Wikipedia und ich hatte nur eine vage Vorstellung von einer Art Hardcore-Avantgarde. Im Nachhinein betrachtet, fällt mir auf, wie ahistorisch die Mitte-90er Hardcore-Szene doch war. Punk hatte da nichts zu suchen. Mann orientierte sich vorwiegend an Minor Threat und am New York Hardcore der späten 80er und frühen 90er Jahre: Kein Alk, Keine Kippen, Kein Fleisch, gepflegtes Äußeres, ernsthaftes Auftreten.
Und dann ging’s auch schon los. Laut, schnell und alle mit dabei. Nach zwei Songs war mir klar, das war die Jugendkultur meiner Wahl. Hardcore ist musikalische ein simple Angelegenheit, umso mehr Raum gibt es für Leidenschaft und Überzeugung. Wer will kann es Attitüde nennen. For better or worse, ich wollte dabei sein.
Auf der Heimfahrt lernte ich Sebastian kennen. Dieser hatte gerade begonnen in einer Band zu singen. Die Band hatte keinen Bassisten. Ich hatte einen Bass. Der Rest ist Geschichte…