Nun tritt Aronofsky an, um die Geschichte eines alternden Profiwrestlers zu erzählen. Randy “The Ram” Robinson, The Wrestler, wird von Mickey Rourke verkörpert. Eben dieser hatte die besten (?) Jahre seiner Karriere scheinbar schon eine Weile hinter sich. Ich selbst hab Rourke nie besonders ernst genommen. Wie auch? Nachdem ich ihn 2002 in seiner Nebenrolle in Spun gesehen habe, war ich doch sehr angetan. Dass allerdings noch so ein Film in ihm steckt hätte ich nicht erwartet.
Nach gestern Abend schließe ich mich voll und ganz der allgemeinen Lobhudelei seiner schauspielerischen Leistung an. Während der gesamten 115 Minunten gibt Rourke den Wrestler absolut Überzeugend. Mitreißend ist ein recht oller Ausdruck für Filmbesprechung. Diesmal aber angebracht, da ich von Anfang bis Ende des Films einfach furchtbar besorgt war, dass Ram etwas schlimmes zustößt.
Natürlich gibt’s noch viel mehr zu sehen als nur Mickey Rourke. Es wird klar warum Pro Wrestling so wahnsinnig populär ist. Wir lernen, was “to party like a fireman” heißt. Und, meiner Meinung nach auch ganz besonders wichtig, was war in den 80er eigentlich alles besser, wenn nicht sowieso alles? In diesem Sinne weiß der Film auch durch einen arg hardrock-lastig Soundtrack zu überzeugen. Eine der Perlen davon hier.